Wettbewerbe & Wahlen

Ohne die Mitwirkung aller Schüler und Lehrer wäre der eigenständige Staat nichts. Ihr müsst also versuchen die Beteiligten so gut wie möglich in das Projektgeschehen einzubinden, damit sie sich auch mit dem Projekt identifizieren. Dazu bietet es sich an Wettbewerbe auszurufen, bei denen die Schüler und Lehrer aktiv mitgestalten können, und natürlich Wahlen für den Präsidenten und das Parlament zu veranstalten

Wettbewerbe

Mögliche Wettbewerbe sind:

Jeder kann eigene Vorschläge einreichen und eine Jury bestehend aus der Vorbereitungsgruppe (und evtl. auch noch weiteren Schülern und Lehrern) wählt dann die jeweils drei besten Vorschläge aus. In einer Online-Abstimmung auf eurer Schulhomepage können dann alle Schüler für ihren Favoriten abstimmen und somit unter Anderem mitentscheiden, wie der Staat und die Währung heißen sollen.

Verfassung

Grundlage eines jeden Staates ist die Verfassung. Natürlich könnt ihr eine völlig neue und für euch passende Verfassung entwerfen. Da man das Rad ja aber nicht immer neu erfinden muss, könnt ihr auch auf unsere Musterverfassung im Downloadbereich zurückgreifen und diese eben nur an die Gegebenheiten eures Staates anpassen. Grundsätzlich müsst ihr euch natürlich Gedanken darüber machen, was für eine Staatsform ihr wählen möchtet. In der Regel arbeitet die Vorbereitungsgruppe die Verfassung aus und lässt dann in einer Abstimmung Schüler und Lehrer darüber abstimmen. Mindestens 2/3 der Bürger eures Staates müssen dafür stimmen. Grundsätzlich bietet es sich an, verpflichtend im Deutsch- oder Gemeinschaftskundeunterricht mit allen Klassen über die Verfassung zu sprechen, zu diskutieren und letztlich auch dort abzustimmen. Der Klassensprecher oder Lehrer teilt dann das Ergebnis über den Ausgang der Verfassungsabstimmung der Vorbereitungsgruppe mit.

Parteigründung

Nachdem die Wettbewerbe abgeschlossen sind, geht es in die heiße Phase des Projekts. Alle Schüler und Lehrer werden dazu aufgerufen, Parteien zu gründen.  Bis zu einem bestimmten Stichtag können sich die Parteien bei der Vorbereitungsgruppe anmelden. Danach geht der Wahlkampf los. Im ganzen Schulhaus werden Wahlplakate aufgehängt und es werden Podiumsdiskussionen zwischen den Parteien organisiert. Jede Partei sollte dabei ein eigenes Wahlprogramm erstellen und eine Mindestanzahl von Mitgliedern besitzen.

Wahlen

Und irgendwann kommt er dann: der große Tag der Wahl. Die Vorbereitungsgruppe hat zuvor ein Klassenzimmer zum Wahllokal umfunktioniert und Wahlzettel drucken lassen. Vielleicht bekommt ihr ja sogar von eurer Gemeinde/Stadt echte Wahlurnen.

An den meisten Schulen gibt es eine Erststimme für die Partei und eine Zweitstimme für den Präsidentschaftskandidaten zum Ankreuzen. Andere Wahlformen sind aber auch möglich – je nachdem was für eine demokratische Grundordnung ihr eurem Staat geben wollt. Eine unabhängige Wahlkommission (dazu dürfen keine Parteimitglieder gehören) beaufsichtigt die Wahl, führt eine Wählerliste und zählt am Ende die Stimmen aus. Ganz zum Schluss wird dann per Aushang im Schulhaus und auf der Schulhomepage das Ergebnis der Wahl bekannt gegeben. Der Kandidat, der bei der Zweitstimme am meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, ist Präsident. Alle Parteien, die über die 5-Prozent-Hürde gekommen sind, ziehen ins Parlament ein. Die Anzahl ihrer Sitze richtet sich nach der prozentualen Anzahl der für sie abgegebenen Stimmen. Sollte bei der Erststimme keine der angetretenen Parteien die absolute Mehrheit erreicht haben, werden die Parteien aufgefordert eine Koalition zu bilden, um eine mehrheitsfähige Regierung bilden zu können.